Schach · Linz · 15.–23. August 2026
Österreichische
Staatsmeisterschaft
2026.
Neun Runden im Oberbank Donau Forum: Dominik Horvath verteidigt den Titel, Laurenz Borrmann erfüllt die Großmeister-Norm.
Bericht & Fotografie Peter Kranzl
NEUN RUNDEN.
EIN ENGER KAMPF.
Die Österreichischen Staatsmeisterschaften 2026 machten das Oberbank Donau Forum in Linz für neun Tage zum Mittelpunkt des heimischen Spitzenschachs. Zehn Spieler trafen im geschlossenen Meisterschaftsturnier aufeinander; parallel dazu lief das Challenger-Turnier mit der österreichischen Frauenmeisterschaft.
Am Ende stand ein Finale, das bis zuletzt offen blieb. Die Meisterschaft brachte nicht nur eine erfolgreiche Titelverteidigung, sondern auch einen großen persönlichen Meilenstein für einen jungen Herausforderer.
TITELVERTEIDIGUNG
MIT NERVENSTÄRKE.
Laurenz Borrmann führte nach sieben Runden, ehe Dominik Horvath mit einem Sieg in Runde acht wieder gleichzog. In der Schlussrunde remisierten beide Spitzenspieler ihre Partien. Horvath setzte sich dank der besseren Feinwertung durch und verteidigte damit seinen Staatsmeistertitel.
Hinter dem Spitzenduo folgten Felix Blohberger, Peter Dotzer und Martin Ernst. Das hochklassige Feld zeigte über die gesamte Woche, wie knapp die nationale Spitze derzeit beisammenliegt.
DER NÄCHSTE SCHRITT
RICHTUNG GROSSMEISTER.
Für Laurenz Borrmann war Linz ein Turnier mit besonderer Bedeutung. Der jüngste Spieler im Meisterschaftsfeld hielt über die gesamte Distanz mit den Favoriten mit und sicherte sich mit seinem Remis in der letzten Runde die GM-Norm. Ein verdienter Lohn für eine reife, mutige Turnierleistung.
BADELKA VOR EXLER
UND DONETS.
Im Challenger-Turnier wurde zugleich die österreichische Frauenmeisterschaft entschieden. Olga Badelka holte mit 6,5 Punkten den Titel. Veronika Exler folgte mit sechs Punkten auf Rang zwei, Alina Donets sicherte sich mit fünf Punkten die Bronzemedaille.
Für Donets gab es noch einen weiteren Grund zur Freude: Mit ihrem Sprung über die Marke von 2100 Elo erfüllte die Zwölfjährige die Voraussetzungen für den Titel Frauenmeisterin.
EIN TURNIER
MIT FORMAT.
Neun Runden klassisches Schach, ein sehr ausgeglichenes Teilnehmerfeld und die offene Atmosphäre des Oberbank Donau Forums: Die Staatsmeisterschaften boten den passenden Rahmen für eine intensive Schachwoche. Organisiert wurde das Turnier vom Landesverband Oberösterreich unter der Leitung von Günther Mitterhuemer.
Das Challenger-Turnier gewann Ruben Gideon Köllner. Die Qualifikationsplätze für das Meisterschaftsturnier 2027 gingen an Jakob Postlmayer, Florentin Stickler und David Schernthaner.
Spitzenschach, junge Ambitionen und neun Tage voller Konzentration.
Mehr Bilder · Ergebnisse
DIE GALERIE
ENTDECKEN.
Weitere Fotos von den Österreichischen Staatsmeisterschaften 2026 findest du im Fotoarchiv. Die vollständigen Tabellen und Paarungen sind bei Chess-Results abrufbar.
Zur Galerie ↗ Zu Chess-Results ↗Fotos und Bericht: Peter Kranzl · Schachunddarts.at






