Zwei Tage in Spitz: Schach, Wiedersehen und Wachau.

Zurück unter Schachfreunden.
Von Freitag auf Samstag führte mich mein Weg nach Spitz an der Donau. Jahrzehntelange Weggefährten wiederzutreffen, war für mich mindestens so schön wie das Fotografieren selbst. Manche Gesichter kenne ich schon sehr lange; am Brett waren sie sofort wieder ganz auf die nächste Stellung konzentriert. Diese Mischung aus Vertrautheit und sportlichem Ehrgeiz macht das Seniorenturnier für mich so besonders.
Zum 25. Mal fand die Meisterschaft in Spitz statt. Vom 12. bis 18. Oktober 2026 traten 56 Spielerinnen und Spieler in sieben Runden an. Am Freitag und Samstag war ich als Fotograf im Turniersaal; die Entscheidung fiel erst am Sonntag.

Ein guter Platz für Schach.
Der Gasthof Goldenes Schiff bot einen großzügigen Spielsaal und sehr gute Bedingungen für konzentrierte Partien. Auch abseits der Bretter fühlte man sich bestens aufgehoben: Die freundliche Bewirtung und die gute Küche verdienen ein ausdrückliches Lob. Hier konnte man sich zwischen Schach, Gesprächen und Fotografie wirklich wohlfühlen.


Für den reibungslosen Ablauf sorgte Schiedsrichterin Andrea Stadler. Ihre ruhige, klare und souveräne Leitung fiel mir ebenso positiv auf wie die ausgezeichnete Spieldisziplin der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ein großes Dankeschön dafür! Auch Adi Denk, der die Meisterschaft erstmals als neuer Seniorenbeauftragter des NÖ Schachverbandes organisierte, gebührt Anerkennung.

Jubiläumssieger und ein besonderer Abschluss.
Am Sonntag fiel die Entscheidung: CM Friedrich „Fritz“ Wöber gewann die offene Meisterschaft und den niederösterreichischen Seniorenlandesmeistertitel mit 5,5 Punkten aus sieben Partien. Der langjährige Organisator hatte die Verantwortung für diese Ausgabe an Adi Denk übergeben und stand nun selbst ganz oben. CM Bruno Steiner erreichte ebenfalls 5,5 Punkte und wurde Zweiter; Günther Krachler belegte mit 5 Punkten Rang drei. Herzliche Gratulation an das Siegertrio und an alle, die dieses Turnier mit Leben gefüllt haben.

Die Wachau zwischen den Runden.
Was mir von meinem Besuch bleibt, sind nicht nur die Partien und die Begegnungen im Spielsaal. Das schöne Herbstwetter lud dazu ein, nach dem Fotografieren durch Spitz zu gehen und die Landschaft der Wachau zu genießen. Schach und diese Gegend passen wunderbar zusammen.

In Spitz habe ich als Fotograf wieder einmal Blut geleckt: Nächstes Jahr möchte ich wahrscheinlich nicht nur hinter der Kamera stehen, sondern selbst als Spieler am Brett sitzen.